Aram Mattioli: Verlorene Welten
Buchvorstellung / 1. August 2017

Umfassend erzählt und deutet Aram Mattioli die Geschichte der Indianer und ihrer Vernichtung vom 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Anschaulich schildert er die globalen Ereignisse vor dem Hintergrund aller zentralen Zeiterscheinungen. Eindringlich beschreibt er den langen und gewaltsamen Prozess der Kolonisierung durch die weißen Siedler. Zugleich bezieht er stets die Sicht der »Besiegten« gleichberechtigt in die Betrachtung mit ein und zeigt eindrucksvoll, wie indianische Nationen ganz unterschiedlich auf die Landnahme reagierten. Daneben kommen die kulturellen Leistungen der Indianer ebenso zur Sprache wie die großen sozialen Umwälzungen und die vielfältigen Lebensformen. In packenden Szenen beschreibt der Autor die entscheidenden Kämpfe und zeichnet treffende Porträts der einfachen Menschen wie der großen politischen Akteure. Ein anregendes und brisantes Buch über die Verwandlung der amerikanischen Welt, das nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart ein neues Licht wirft. Klett Cotta EAN:9783608949148 26.00€

Don Winslow: Corruption
Buchvorstellung / 1. August 2017

Das neue, große Kriminal-Epos des amerikanischen Bestseller-Autors Don Winslow. In den Straßenschluchten von New York lässt der Autor ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Mo¨glichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken. und extremen Verlockungen. Droemer EAN:9783426281680 22.99 €

Johanna Bauer: Auf den Bergen wohnt die Freiheit
Aktuell , Buchvorstellung / 1. August 2017

Die Sennerin war schon im 19. Jahrhundert ein Klischee – eine schöne junge Frau, fröhlich und fleißig, in der idyllischen Abgeschiedenheit der sommerlich blühenden Alm. Darin steckt aber ein wahrer Kern: In den bayerischen Alpen und im benachbarten Tiroler und Salzburger Land war die Bewirtschaftung der Almen im Sommer schon immer in Frauenhand. Neben „Übriggebliebenen“, also ledigen älteren Frauen, waren es vor allem die jüngeren Töchter der Bauern, die gerne die Almarbeit übernahmen, schließlich bot das Leben auf der Alm eine der wenigen Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Auf den Bergen fanden die Frauen ihren Freiraum – fast schon eine frühe Form der Emanzipation. Auch heute ist die Alm wieder zum Sehnsuchtsort für Frauen geworden. Leben und arbeiten in und mit der Natur, hoch droben in den Bergen, ist ein Traum für viele. Sie verbinden damit Vorstellungen von Ruhe, Abgeschiedenheit, Ursprünglichkeit und Freiheit. Sennerinnen früher und heute – was waren und sind das für Frauen? Was hieß es früher, als Frau alleine eine Alm zu bewirtschaften? Und was bedeutet es heute? Johanna Bauer erzählt von ihren eigenen Erfahrungen als Sennerin und lässt Alte und Junge, Erfahrene und blutige Anfängerinnen zu Wort kommen, Quereinsteigerinnen aus der Stadt und Frauen vom…

Simon Strauß: Sieben Nächte
Aktuell , Buchvorstellung / 1. August 2017

Schließt die Augen und zerbrecht das Glas. Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens. Simon Strauß erzählt von einem, der auszog, um die ewige Jugend zu suchen – und schreibt ein Buch, das so klug und berührend ist, dass man ihm…